Riester für jeden interessant…

…auch für Besser-Verdienende. Dieses Jubiläum fand nur wenig Beachtung: Vor zehn Jahren beschloss der Deutsche Bundestag das „Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung“, auch Riester-Rente genannt. Seither fördert der Staat private Altersvorsorge. Das ist allerdings keine zusätzliche Wohltat des Staates, sondern sollte die Rentensenkungen einer vorausgegangenen Rentenreform ausgleichen.

Wer das Rentenniveau beibehalten wollte, musste und muss auch in Zukunft „riestern“. Ende 2010 bestanden bereits mehr als 14 Millionen Riesterverträge. Den Löwenanteil von über 70 Prozent machen Riesterversicherungen aus. Investmentfonds tragen mit knapp 20 Prozent zum Bestand bei.

Während viele Sozialpolitiker die Riestervorsorge als Mittel gegen Altersarmut ansehen, blieb häufig unbeachtet, dass diese geförderte Altersvorsorge auch Besserverdienern Vorteile bringt. Für sie ist der Steuerabzug besonders attraktiv. Beiträge, die in eine Riester-Rente fließen, können zu 100% steuerlich geltend gemacht werden. Dies sind 2.100 Euro (bzw. 4.200 Euro bei Verheirateten) pro Jahr. Von der Steuererstattung werden nur die Zulagen, die in dem Jahr in den Vertrag geflossen sind, abgezogen.

Die Förderquote ist ungefähr so hoch wie der persönliche Steuersatz. Bei Besserverdienenden liegt daher die Förderquote der Riester-Rente meist deutlich über 35, teilweise sogar über 40 Prozent.

Förderbeispiel für einen gut verdienenden Single

Jahres-einkommen Beitrag Grundzulage Sparleistung Steuerersparnis Förderquote
50.000 1.946 154 2.100 687 40%
100.000 1.946 154 2.100 728 42%

 

Riester-Fondssparpläne haben neben der Förderung im Vergleich zu anderen Fondssparplänen weitere Vorteile, denn während der Laufzeit fällt keine Abgeltungssteuer an, die das Anlagekapital schmälern würde. Das steigert den Zinseszinseffekt und damit die Rendite. Ein besonderer Clou: Riesterfonds lassen sich „übersparen“, Anleger können mehr als den Mindestbetrag einzahlen. Für den übersparten Anteil greift bei Auszahlung in einer Summe das günstige Halbeinkünfteverfahren, und 50 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei. Wir zeigen Ihnen gern die Gestaltungsmöglichkeiten auf.

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Johannes Zeyse

Über Johannes Zeyse

1971 in Hamburg geboren, bin ich nach Ausbildung und Studium in Bielefeld im Jahr 1999 gerne mit meiner Familie in die Hansestadt zurück gekehrt. Seit Mitte der 90er Jahre habe ich als Diakon verschiedene Leitungsfunktionen in der Sozialen Arbeit ausgeübt. Als unabhängiger Finanzdienstleister berate ich seit Anfang des Jahrtausends anspruchsvolle Privatkunden. Mein inhaltliches Interesse galt und gilt insbesondere dem Thema erfolgreiche Geldanlagen und faire Produkten. Zusammen mit Ákos Benkö habe ich 2010 die Claritos - Sozietät für Finanzplanung gegründet, für die ich als Berater und Geschäftsführer tätig bin. Mit diesem Unternehmen bringen wir Klarheit ins Thema Finanzen und Versicherungen, vornehmlich für Privatkunden und Freiberufler.

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