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Geldanlage

Renditen durch Übernahmen

Am Aktienmarkt investieren und trotzdem stabile Renditen erzielen – gerade in Märkten mit hohen Schwankungen und niedrigen Zinsen kaum vorstellbar. Doch mit Alternativen Anlagestrategien bieten sich Anlegern neue Möglichkeiten des Investierens. Eine solche Möglichkeit ist die sogenannte Merger Arbitrage Strategie.

Am Aktienmarkt investieren und trotzdem stabile Renditen erzielen – gerade in Märkten mit hohen Schwankungen und niedrigen Zinsen kaum vorstellbar. Doch mit Alternativen Anlagestrategien bieten sich Anlegern neue Möglichkeiten des Investierens. Eine solche Möglichkeit ist die sogenannte Merger Arbitrage Strategie.

Stark schwankende Aktienmärkte und nur geringste Zinsen machen Anlegern das Leben schwer. Alternative Anlagestrategien bieten hier die Möglichkeit, die traditionelle Portfoliozusammensetzung zu bereichern, denn sie verfolgen andere Ansätze. Anstatt dem Erfolg bzw. Misserfolg einer Anlageklasse ausgeliefert zu sein, verfolgen sie das Ziel einer vom Markt unabhängigen Rendite. Ein prägnantes Beispiel dafür ist die Merger Arbitrage Strategie, die sich auf Unternehmensübernahmen fokussiert. Soll ein Unternehmen durch ein anderes übernommen werden, so steigt sein Aktienkurs aufgrund des Übernahmeangebots.

Wer am 18. Mai 2016 die Finanznachrichten verfolgte und gleichzeitig Besitzer von Kuka Aktien war, hatte allen Grund zur Freude: innerhalb kürzester Zeit schnellte der Kurs der Kuka Aktie um über 20% nach oben. Der Grund lag in der Übernahmeofferte des chinesischen Haushaltswarenherstellers Midea.

Hier setzen Merger Arbitrage Fonds an. Innerhalb der anlageklasse gibt es wiederum zwei Herangehensweisen: einige Fondsmanager investieren schon frühzeitig in mögliche Übernahmekandidaten. Hier besteht die Chance auf außerordentliche Kurssteigerungen, aber auch die Möglichkeit, dass es kein Übernahmeangebot für das Unternehmen gibt. Die zweite Strategie besteht darin, erst bei Vorliegen eines Übernahmeangebots zu investieren. Die Besonderheit dabei: der Aktienkurs des Übernahmekandidaten steigt normalerweise nicht ganz bis zur Höhe des Angebots, da nicht sicher ist, ob die notwendige Mehrheit der Aktionäre zustimmt. Die Differenz wird als „Arbitrage Spread“ bezeichnet. Kommt die Mehrheit zustande, schließt sich die Lücke und der Investor vereinnahmt diese Erfolgsprämie.

Die zweite Strategie ist deutlich weniger riskant als die erste, da die Schwankungsbreite des zugrundeliegenden Aktieninvestments aufgrund der besonderen Situation deutlich reduziert ist. Die Chancen sind gleichzeitig aber auch als geringer einzustufen, so dass diese Art von Fonds eine sehr geringe Volatilität aufweisen, und eine Erfolgsprämie von 2 bis 5% p.a. realisieren können. Sie sind also, obwohl sie in Aktien investieren, nicht mit einem Aktieninvestment vergleichbar.

Die Vorteile für den Anleger liegen auf der Hand. Durch die Merger Arbitrage Strategie ist es möglich, eine Erfolgsprämie zu realisieren, die einen echten Kapitalerhalt plus Wertgewinn sicherstellt.

 

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Kaufaufforderung dar. Wir weisen darauf hin, dass wir vor einem Kauf in jedem Fall die Teilnahme an einer Beratung empfehlen, die Ihre Anlegerinteressen analysiert, auf mögliche Risiken hinweisen wird, und aus der eine fundierte Produktempfehlung folgt.

Von Johannes Zeyse

2010 habe ich zusammen mit Ákos Benkö Claritos gegründet, um Klarheit ins Thema Finanzen und Versicherungen für unsere Kunden zu bringen. Mein fachliches Interesse gilt insbesondere dem Thema faire Produkte und nachhaltige Geldanlage. 2015 habe ich mich als Generationberater (IHK) qualifiziert, um meinen Kunden eine adäquate Begleitung in Sachen Ruhestands- und Nachfolgeplanung zu ermöglichen.

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