Verschuldete Länder haben einige Möglichkeiten, Ihren Haushalt in Ordnung zu bringen: eisernes Sparen, wie es derzeit im Süden Europas praktiziert wird, führt in die Rezession. Und an den jüngsten Entwicklungen können wir ablesen, dass dies keine populäre Maßnahme ist: keine Regierung im Süden Europas, die diesen Kurs gefahren ist, wurde im Amt bestätigt. Eine zweite Lösung ist ein Schuldenschnitt wie in Griechenland und jüngst Zypern. Ebenfalls unpopulär. Doch es gibt einen Ausweg mit historischen Vorbildern: die Finanzrepression. Ein Weg auf dem wir uns bereits seit einigen Jahren befinden:
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Renminbi – der Aufstieg zur globalen Reservewährung
Die langfristige Aufwertung des Renminbi ist nicht aufzuhalten und von der Regierung gewollt. China weist einen beeindruckenden Wachstumstrend auf und hat deutlich besser gewirtschaftet als das verschuldete Europa, die Vereinigten Staaten oder Japan. Die chinesische Staatsverschuldung lag 2010 bei 33 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, in 2011 bei 25 Prozent und für 2012 wird derzeit ein weiterer Rückgang auf etwa 22 Prozent vorher gesagt.1 Die chinesische Wirtschaft ist in den letzten Jahren und auch während der weltweiten Wirtschaftskrise weiter stark gewachsen. Das reale Wachstum des BIP in den Jahren von 2008 bis 2011 lag bei jeweils etwa 9 bis 10 Prozent. Und für 2012 wird trotz einer wirtschaftlichen Abkühlung eine Wachstumsrate von 7 bis 8 Prozent vorhergesagt. Weiterlesen
Teil 1: Honorarberatung wird gefördert, Provisionen werden hinterfragt
In Reaktion auf die Finanzkrise, kritische Medienberichte und infolge anhaltender Diskussion über eine provisionsorientierte Vermittlung in der Versicherungsbranche sind viele Verbraucher verunsichert. Dazu kommen einfachere Vergleichsmöglichkeiten sowie umfassende Informationen, Empfehlungen oder Kritiken in Foren und Chats auf zahlreichen Internetportalen. Kunden werden kritischer und schauen auch bei den Kosten für ihre Versicherungen genauer hin.
Claritos Kapitalmarktbericht Q3 2011
Im vergangenen Quartal dominierten die Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise und die negativen Konjunkturdaten aus den USA sowie der damit verbundene starke Kursverfall an den Weltbörsen die Kapitalmärkte. Weiterlesen
Krisenkommentar
Der DAX Index hat seit dem seit 7. Juli in seinen extremsten Ausprägungen bis zu 27 % an Wert verloren. Besonders der gestrige Donnerstag hat noch einmal zu signifikanten Verlusten geführt. Auch der Freitag begann negativ und der DAX Index bewegte sich zeitweise bei über -3 %.
Kommentar zur aktuellen Kapitalmarktentwicklung
Trotz der einschneidenden Maßnahmen seitens der EZB zur Rettung Griechenlands und der Zustimmung des Senats zur Anhebung der US-Schuldengrenze konnte die seit Wochen marktbestimmende Vertrauenskrise keineswegs überwunden werden. Ganz im Gegenteil: an den Kapitalmärkten scheint die maximale Verunsicherung zu herrschen und private, wie institutionelle Anleger verabschieden sich auf breiter Front aus riskanten Anlagen.
Claritos Kapitalmarktbericht Q4 2010
Erstmals seit der Finanzkrise wurde dieses Quartal wieder die 7.000er Marke im DAX durchbrochen. Der Grund für diese Rally war vor allem das neue Fiskalparket in den USA. Deutsche Staatsanleihen und US-Treasuries geraten hingegen mehr und mehr unter Druck und es scheint ein Ende der 30-jährigen Anleihenrally in Sicht.
Schuldenkrise in Irland
Und täglich grüßt das Murmeltier. Wie auch in vorherigen Quartalen standen die Peripheriestaaten im Mittelpunkt der Geschehnisse in Europa. Dieses Mal traf es Irland, das schlussendlich doch unter den Euro-Rettungsfonds schlupfen musste, um das marode Bankensystem und den eigenen Haushalts zu sanieren. Der Euro konnte allerdings nicht von dem Irland-Deal profitieren, da weiterhin Skepsis an Märkten herrscht, ob die europäische Schuldenkrise überhaupt lösbar ist und rutschte nach einem kurzen Zwischenhoch in diesem Quartal wieder ab. Denn letztlich was für Irland gilt, lässt sich auch ohne weiteres auf weitere Teile Europas übertragen. Schließlich sehen die Probleme in anderen Peripheriestaaten nicht viel anders aus, als in Irland.
Das Ende der Anleihenrally in Sicht?
Im Laufe des Jahres hat die Euroland-Fiskalkrise zu einer „Flucht in den sicheren Hafen“ deutscher Bundesanleihen und US-Treasuries geführt, woraufhin diese neue Tiefststände erlangten. Dementsprechend sind die Preise für Staatsanleihen höher denn je! Diese 30-jährige Bullen-Rally für Anleihen scheint nun aber zu Ende zu gehen und das Risiko eines Kursverfalls ist enorm gestiegen. Bezeichnend dafür ist, dass die Renditen für 10-jährige deutsche Staatsanleihen und US-Treasuries trotz des Ankaufs von Anleihen durch die FED im letzten Quartal gestiegen sind, denn interessanterweise war das Ziel der FED gerade umgekehrt. Zusätzlich wird diese These dadurch unterstützt, dass selbst der größte Anleihen-Guru Bill Gross von PIMCO das Regelwerk des größten Fonds der Welt geändert hat, um nun auch wieder aktienbezogene Wertpapiere kaufen zu können.
Schwellenländer und Dividenden weiterhin attraktiv
Das Stimmungsbild für risikobehaftete Wertpapiere hat sich durch wieder stabilere Konjunkturaussichten weiter aufgehellt und die Gewinnschätzungen für 2011 für S&P500 –und EURO STOXX-Unternehmen sind weiterhin positiv. Den positiven Gewinneinschätzungen liegt unter anderem die hohe Nachfrage der Schwellenländer zu Grunde. Diese bieten immer noch Potential, wobei sich vor allem Asien dabei als Gravitationszentrum herauskristallisiert hat. Attraktiv sind weiterhin Dividendenrenditen anzusehen. Aktuell liegt die Dividendenrendite in Europa mit circa 3,4% und in Japan mit rund 2,1% nach wie vor über der Rendite für Staatsanleihen. In einzelnen Sektoren sind sogar höhere Dividenden erkennbar.
Ausblick
2011 verspricht ein interessantes Jahr zu werden. Um diese vor uns liegende Strecke gut zu meistern, sollten Anleger in ihrer Portfolio Allokation generell Aktien gegenüber Anleihen übergewichten. Auf der Aktienseite bieten sich vor allem Substanzwerte mit hohen Dividenden, sowie nach wie vor Schwellenländerfonds an. Auf der Suche nach Renditen auf der Anleihenseite bieten Schellenländeranleihen in Lokalwährung Potential. Aus makroökonomischer Sicht sollten die Schwellenländer, insbesondere China, weiterhin der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft bleiben. Die USA scheint hingegen nach heutigem Stand auch im nächsten Jahr mit den Nachwirkungen der Finanzmarktkrise, wie z.B. dem schwachen Arbeitsmarkt, zu kämpfen zu haben. In der Eurozone sollte der Konjunkturaufschwung der europäischen Peripheriestaaten im Gegensatz zu den Kernstaaten weiterhin gebremst bleiben, da deren Entwicklung durch ihren nötigen Konsolidierungsprozess anhaltend überlagert wird.
Haftungsausschluss: Der Claritos Quartalsbericht stellt keine Kaufaufforderung dar. Wir weisen darauf hin, dass wir vor einem Kauf in jedem Fall die Teilnahme an einer Beratung empfehlen, die Ihre Anlegerinteressen analysiert, auf mögliche Risiken hinweisen wird, und aus der eine fundierte Produktempfehlung folgt.
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