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Gesetzgebung Kranken & Pflege

Die schlimmen Folgen von Unisex

Neue Unisex-Regelung wirken sich spätestens ab Ende 2012 auf privat Krankenversicherte aus. Und nicht nur auf die.
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Der Europäische Gerichtshof hatte es beschlossen. Die Mitgliedsstaaten müssen nun allmählich an die Umsetzung denken. Es geht um die sogenannten Unisex-Tarife, die für neue Versicherungskunden beiderlei Geschlechts einen einheitlichen Tarif vorsehen. Doch zum Beispiel in der privaten Krankenversicherung (PKV) dürfte die rechtzeitige Umsetzung schwierig werden.

Vor allem die Kosten, die dadurch für männliche und weibliche Neukunden entstehen, dürften sehr unterschiedlich ausfallen. Frauen könnten profitieren, Männer draufzahlen – pauschal gesehen. Doch es kommt, wie immer, auf den individuellen Vertrag an.

Besonders schwierig für die einzelnen Versicherungsunternehmen ist es, zukünftige Wechsel von Krankenversicherten bereits in die neue Tarifkalkulation einließen zu lassen. Denn niemand weiß, wie viel wechselwillige PKV-Versicherte es geben wird. Vielfach erwarten Experten, dass vor allem junge Frauen und alte Männer wechseln werden.

Letztlich müssen auch weitere rechtliche Fragen (Stichwort: Bestandsschutz) und eventuelle Vorgaben des Bundesfinanzministeriums berücksichtigt werden. Es bleiben also für PKV-Versicherte noch einige Fragen offen, bis zum Ende des Jahres. Doch Fragen kostet nichts, gerade, wenn sich bei wichtigen Tarifmerkmalen wie der Beitragshöhe etwas ändert.

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Von Johannes Zeyse

2010 habe ich zusammen mit Ákos Benkö Claritos gegründet, um Klarheit ins Thema Finanzen und Versicherungen für unsere Kunden zu bringen. Mein fachliches Interesse gilt insbesondere dem Thema faire Produkte und nachhaltige Geldanlage. 2015 habe ich mich als Generationberater (IHK) qualifiziert, um meinen Kunden eine adäquate Begleitung in Sachen Ruhestands- und Nachfolgeplanung zu ermöglichen.

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