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Altersvorsorge

…und sie lohnt sich doch

Lebens- und Rentenversicherungen rechnen sich auch in Zeiten niedriger Zinsen. Denn sie haben mehr zu bieten als Rendite. Die Niedrigzinsphase hält an. Es darf nur noch ein Garantiezins von 1,25% p.a. versprochen werden. Die tatsächliche Verzinsung auf den Sparbeitrag ist allerdings höher.

Lebens- und Rentenversicherungen rechnen sich auch in Zeiten niedriger Zinsen. Denn sie haben mehr zu bieten als Rendite. Die Niedrigzinsphase hält an. Auch Lebens- und Rentenversicherungen können sich der Entwicklung nicht entziehen. Sie dürfen für Verträge, die seit Januar 2015 abgeschlossen werden, nur noch 1,25 Prozent Zinsen garantieren. Die tatsächliche Verzinsung auf den Sparbeitrag ist allerdings höher.

Für 2015 deklarieren die Versicherer im Durchschnitt 3,16 Prozent Gesamtverzinsung mit einer Bandbreite zwischen 2,5 und 4,0 Prozent, was sich im Vergleich mit öffentlichen Anleihen sehen lassen kann. Aber Kunden und Versicherer wollen mehr. Auf der Suche nach attraktiveren Anlagemöglichkeiten entwickeln Versicherungsunternehmen neue Sicherungskonzepte, die ihren Kunden Chancen auf höhere Renditen bieten, ohne dass diese auf Garantien ganz verzichten müssen.

Die eigentliche Stärke einer kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherung gerät jedoch angesichts der Renditebetrachtung oft in den Hintergrund. Denn ihre originäre Leistung besteht darin, je nach Tarif eine Kapitalleistung oder eine lebenslange Rente zu zahlen. Das bietet kein Bankprodukt. Beim Auszahlplan einer Bank ist oft noch viel Leben da, wenn das Kapital bereits aufgezehrt wurde. Eine Kalkulation auf Basis der durchschnittlichen Lebenserwartung nützt dem Sparer also nicht viel. Er muss schließlich für seinen eigenen Lebensabend vorsorgen und nicht für den sprichwörtlichen „Otto Normalverbraucher“.

Was machen Versicherer anders?

Auch sie können keine wundersame Geldvermehrung herbeiführen. Stattdessen setzen sie schlicht auf andere Kalkulationsgrundlagen als Investmentgesellschaften und Banken. Wenn einzelne Mitglieder deutlich länger leben als der Durchschnitt, kommt das Versichertenkollektiv dafür auf. Wer früher stirbt als kalkuliert, zahlt in den Topf ein. Davon profitiert, wer älter wird. Was wie das Gesetz des Stärkeren klingt, bringt bei Licht betrachtet allen Versicherten Vorteile.

Sie profitieren davon, dass ihr Kapital nicht für die maximale Erlebenswahrscheinlichkeit reichen muss. Die ist übrigens ziemlich hoch, wie das Beispiel von Jeanne Louise Calment zeigt. Sie wurde am 21.02.1875 in Arles in Frankreich geboren und starb 1997 im gesegneten Alter von 122 Jahren. Damit ist sie der erste und bislang einzige Mensch, der erwiesenermaßen seinen 122. Geburtstag erlebt hat.

Ein weiterer Vorteil privater Rentenverträge ist ihre Flexibilität. In der Phase vor Rentenbeginn bieten gute Tarife die Option, die Beitragszahlung zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit auszusetzen, zusätzliche Beiträge einzuzahlen und den Beginn der Rentenzahlung vorzuziehen oder aufzuschieben. Zudem ist der Einschluss von Leistungen bei Berufsunfähigkeit oder im Pflegefall möglich. Während der Rentenphase können Versicherte einen Teil des Kapitals abrufen oder Leistungen für Hinterbliebene vereinbaren.

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Von Ákos Benkö

Seit mehr als 25 Jahren bin ich beruflich mit Finanzdienstleistungen beschäftigt: bei der Hannover Rück und viele Jahre als Geschäftsstellenleiter bei MLP bevor ich 2002 mit Jochen Sturtzkopf die auf die Finanzberatung von Akademikern spezialisierte LOYAS Private Finance AG gegründet habe. 2007 habe ich das Unternehmen verkauft.

2009 habe ich zusammen mit Johannes Zeyse die Claritos - Sozietät für Finanzplanung & Handel gegründet. Mein Themenschwerpunkt ist Investieren in Immobilien.

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