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Claritos Kapitalmarktbericht Q4.2014

2014 stand im Zeichen der Zinssenkungen. Für 2015 sind sich die meisten Ökonomen einig: Vieles spricht für eine positive Entwicklung. Insbesondere die gute Entwicklung in den USA läßt eine günstige Entwicklung erwarten.

2014 stand im Zeichen der Zinssenkungen. Für 2015 sind sich die meisten Ökonomen einig: Vieles spricht für eine positive Entwicklung. Insbesondere die gute Entwicklung in den USA läßt eine günstige Entwicklung erwarten.Renditen des Quartals 4 2014

2014 im Zeichen der Zinssenkung

Das Börsenjahr 2014 stand eindeutig im Zeichen der Zinssenkungen. Sowohl die europäische Zentralbank als auch die FED haben durch ihre Niedrigzinspolitik die Märkte dominiert.

Dies blieb für die Aktienmärkte nicht ohne Folgen: So konnten die meisten Indizes – zumindest zwischenzeitlich – auch in 2014 deutlich zulegen. So erreichte der DAX mit über 10.000 Punkten sein Allzeithoch. Interessant sind jedoch die Unterschiede auf den beiden Seiten des Atlantiks. Die amerikanischen Währungshüter hielten zwar auch in 2014 an niedrigen Zinsen fest. Doch aufgrund guter Rahmendaten signalisierten sie bereits eine Zinswende. Anders bei den Kollegen der EZB: Sie werden auch weiterhin an den niedrigen Zinsen und Anleihenkäufen festhalten.

Aus mehreren Gründe. Im Gegensatz zu den USA werden in Europa die strukturellen Risiken nach wie vor als gegeben angesehen. So verweisen kritische Stimmen angesichts einer Inflationsrate von nahezu 0% auf die Gefahr einer Deflation. Weitere Gefahren drohen durch die geostrategische Lage. „Externe Schocks“ nennen das die Volkswirte gerne. Gerade Europa ist – anders als die USA – mit Russland eng verflochten. Zwar geht kaum jemand von einem Flächenbrand aus. Für phasenweise Volatilitätsspitzen dürfte dies 2015 aber durchaus sorgen. Als deutlich größeres Problem könnte sich China erweisen. Hier ist insbesondere der Immobilienmarkt problematisch. Sollte es hier zu einer harten Landung kommen, könnte das ein Erdbeben auf den internationalen Finanzmärkten auslösen.

Deutschland weiterhin Zugpferd in Europa

Dennoch kann 2015 aus mehreren Gründen ein gutes Börsenjahr werden. Erstens: Aufgrund der gegebenen Zinsstrategien der Fed und EZB ist mit einer weiteren Abwertung des Euros zu rechnen, was sich positiv auf europäische Exporteure auswirken wird. Zweitens: Sinkende Rohstoffpreise halten die Inflation niedrig, was für ein weiterhin niedriges Zinsniveau spricht. Drittens senken niedrige Rohstoffpreise die Produktionskosten und das Nettoeinkommen der Bevölkerung wird erhöht. Und viertens: Auch in 2015 wird Deutschland  das Zugpferd Europas sein. Der wiederholte Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex lässt erahnen, dass ein ausgeglichener Staatshaushalt, niedrige Energiepreise und insgesamt gute volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen die Wirtschaft in Fahrt kommen lassen.

Zinswende in den USA erwartet

In den USA sind die Anzeichen ebenfalls positiv. Ein Grund für die signalisierte Zinserhöhung dürfte sein, dass die Fed die wirtschaftliche Erholung als nachhaltig sieht: Das Land zeigt sich bei den Wirtschaftsdaten stark wie lange nicht mehr. Wie hoch die Zinsanhebung ausfallen wird – darüber streiten Ökonomen. Fakt ist aber: Moderate Inflation und sinkende Erdölpreise geben der Fed einen gewissen Spielraum, womit eine hohe Anhebung unwahrscheinlich ist. Sollte die Fed also keine überraschenden Zinsschritte durchführen, dürfte der Bullenmarkt auch in 2015 anhalten.

Ausblick

Auch kommendes Jahr müssen Anleger aufgrund gegebener geopolitischer Risiken mit starken Volatilitäten rechnen. Dennoch sprechen gute Gründe für eine positive Börsenentwicklung. Neben den genannten Gründen sind dies auch mangelnde Alternativen. Angeblich sichere Staatsanleihen und Geldmarktinstrumente werfen kaum eine Verzinsung ab. Immobilien haben an Attraktivität eingebüßt. Ideale Voraussetzungen für ein gutes Börsenjahr 2015.

 

Haftungsausschluss: Der Claritos Quartalsbericht stellt keine Kaufaufforderung dar. Wir weisen darauf hin, dass wir vor einem Kauf in jedem Fall die Teilnahme an einer Beratung empfehlen, die Ihre Anlegerinteressen analysiert, auf mögliche Risiken hinweisen wird, und aus der eine fundierte Produktempfehlung folgt.

Von Ákos Benkö

Seit mehr als 25 Jahren bin ich beruflich mit Finanzdienstleistungen beschäftigt: bei der Hannover Rück und viele Jahre als Geschäftsstellenleiter bei MLP bevor ich 2002 mit Jochen Sturtzkopf die auf die Finanzberatung von Akademikern spezialisierte LOYAS Private Finance AG gegründet habe. 2007 habe ich das Unternehmen verkauft.

2009 habe ich zusammen mit Johannes Zeyse die Claritos - Sozietät für Finanzplanung & Handel gegründet. Mein Themenschwerpunkt ist Investieren in Immobilien.

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