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ad hoc: S&P versieht US-Rating mit einem “negative outlook”

In unserem Kapitalmarktbericht für das Jahr 2011 haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass angesichts des überaus hohen Verschuldungsgrades der USA ein AAA Rating eine eher euphemistische Interpretation der Bonität der USA sei. Und obwohl die Ratingagentur Moody’s Anfang des Jahres in ihrem regelmäßigen Bericht über die US Bonität davor warnte, dass ein „negative outlook“ durchaus möglich sei, wollte die US-Regierung das Budgetdefizit nicht signifikant reduzieren.

In unserem Kapitalmarktbericht für das Jahr 2011 haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass angesichts des überaus hohen Verschuldungsgrades der USA ein AAA Rating eine eher euphemistische Interpretation der Bonität der USA sei. Und obwohl die Ratingagentur Moody’s Anfang des Jahres in ihrem regelmäßigen Bericht über die US Bonität davor warnte, dass ein „negative outlook“ durchaus möglich sei, wollte die US-Regierung das Budgetdefizit nicht signifikant reduzieren.

Heute nun hat die Ratingagentur Standard & Poors das vor einem Jahr noch Unvorstellbare getan und die USA mit einem „negative outlook“ versehen. Dies entspricht einer Chance von 33%, dass die USA in den nächsten zwei Jahren eine geringere Bonität als heute haben könnte. Es signalisiert, dass die Ratingagentur derzeit kein Vertrauen in eine nachhaltige Haushaltsverbesserung der USA hat. Auch das letzten Freitag verabschiedete Budget, das Einsparungen in Höhe von 5,8 Billionen USD in den nächsten zehn Jahren vorsieht, scheint der Ratingagentur nicht auszureichen. Gleichzeitig kann man es als eine Botschaft an den Kongress in Washington interpretieren, dass das Budget eines Landes kein Spielball sein sollte, den man verwendet, um politische Wünsche durchzusetzen.

Die Märkte reagierten deutlich. Europäische Indizes verloren in kürzester Zeit im Durchschnitt mehr als 2%. Der Dow Jones Industrial Average und der S&P500 verloren (Stand 18:00 Uhr) 1,6% bzw. 1,5%. Die Renditen zehnjähriger US Staatsanleihen legten  zu Beginn des Handels deutlich zu, reduzierten sich aber im Lauf des Tages fast wieder auf den Vortageswert (Stand 18:00 Uhr). Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen sanken signifikant, ein Zeichen dafür dass Investoren den sicheren (Nicht US-) Hafen ansteuern.

Von Johannes Zeyse

Nach meinen Wanderjahren bin ich gerne mit meiner Familie in die Hansestadt zurück gekehrt. Claritos habe ich zusammen mit meinem langjährigen Kollegen Ákos Benkö gegründet, um Klarheit ins Thema Finanzen und Versicherungen zu bringen. Für uns und für unsere geschätzten Kunden!

Mein fachliches Interesse galt und gilt insbesondere dem Thema Impact Investing: welche Auswirkungen hat mein Investtionsverhalten für mein Vermögen und dort, wo ich es investiere.

2015 habe ich mich als Generationberater (IHK) qualifiziert, um meinen Kunden eine adäquate Begleitung in Sachen Ruhestands- und Nachfolgeplanung zu ermöglichen.

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